Ausgewählter Beitrag

3. Dezember




Kerzn


A Kerzn, de is wia unsa Lebn,
se brennt, dabei schrumpfts langsam ei.
A Kerzn, de wui uns aa Gmüatlichkeit gebn,
im Lebn soits hoit grod a so sei!

A Kerzn, de braucht net vui Energie,
an Docht und an Wachsmantl rum.
Sie brennt und leicht so friedlich dahi,
wias Mondliacht, romantisch und stumm.

A Kerzn, de schenkt uns de Ruah, de ma braucht,
daß da Druck vom Alltag, staad weicht.
So wia de Flamma, de im Dunkln varraucht,
wearn Ängste und Sorgn vascheicht.

A Kerzn, de blinzlt ganz schwach in dei Gsicht,
überredt di zur Nachdenklichkeit.
Sie leicht, daß ma de kloana Fehla net sicht,
tiaf ins Herz und erfüllt oan mit Freid.

A Kerzn, de mahnt uns, sie wui leise song:
"Dei Lebn dauert koa Ewigkeit,
drum leb no, bevors di an Friedhof naustrong
und des Ewige Liacht dir dann leicht!"
Wolfgang Kappes


Nickname 03.12.2006, 07.00

Kommentare hinzufügen











Kein Kommentar zu diesem Beitrag vorhanden